Zusammenfassung Wehner-Gehring: "Zoologie", 22. Auflage (Thieme, Stuttgart)

Dosiskompensation bei verschiedenen Beispielarten

Bei Drosophila bilden X-chromosomale Gene im  doppelt soviel Genprodukt wie im , das über zwei Genkopien verfügt. Dieser Mechanismus der Dosiskompensation beruht auf erhöhter Genaktivität im . Bei Säugetieren kommt es dagegen im weiblichen Geschlecht zur Inaktivierung eines X-Chromosoms, so daß beide Geschlechter nur über je ein aktives X-Chromosom verfügen. Die Inaktivierung erfolgt während der Embryonalentwicklung des weiblichen Embryos, und zwar zufällig, so daß in den einen Zellen das väterliche, in den anderen das mütterliche X-Chromosom inaktiviert wird und ein genetisches Mosaik entsteht. Diese mosaikartige Genexpression führte auch zur Entdeckung der Inaktivierung des X-Chromosoms bei Säugetieren.