Die paarweisen Rekombinationswerte zwischen drei Genen werden bestimmt und es wird überprüft, ob sich die Werte additiv verhalten. Dazu werden Drosophila-‚, die heterozygot für drei Gene sind, mit homozygot rezessiven rückgekreuzt, Da das nur rezessive Gene beisteuert, lassen sich die Rekombinationsvorgänge, die im € ablaufen, aus dem Phänotyp der F1 direkt ablesen (Abb. 2.28). Die Parentaltypen stellen die häufigste Nachkommensklasse (77%) dar. Die Rekombinationswerte ergeben sich aus der Anzahl der Rekombinanten, bei denen die beiden Gene rekombiniert haben, dividiert durch die Gesamtzahl der Nachkommen. Dabei verhalten sich die Rekombinationswerte ungefähr additiv, d.h. die Rekombinationswerte a-b und b-c betragen 7,9 bzw. 15,3 CM, während der Rekombinationswert a-c bei 22,8 CM liegt. Der Wert für die größte Distanz ist kleiner als erwartet, weil bei dieser Berechnung doppelte Crossover zwischen a und c nicht berücksichtigt wurden. Diese treten tatsächlich auf und werden als seltenste Nachkommenklasse (0,2%) erfaßt. Zur Ermittlung des effektiven Crossover-Wertes müssen die Doppel-Crossover doppelt erfaßt werden:
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Doppel-Crossover in den Abschnitten a-b und b-c werden jedoch nicht erfaßt. Aus der Tatsache, daß die Doppel-Crossover am seltensten sind, läßt sich aus den Daten der Abb. 2.28 unmittelbar ableiten, daß b zwischen a und c liegt, die Genreihenfolge also a-b-c oder c-b-a sein muß.