Abb. 2.46 zeigt den Ablauf einer hormonellen Steuerungskette von der Ausschüttung des Hormons bis zur Regulierung der Genaktivität am Beispiel eines Steroidhormons.
Steroide sind niedermolekulare, fettlösliche Substanzen, die die Plasmamembran passieren können. Sie wirken jedoch nicht direkt auf die zu regulierenden Gene, sondern binden stereospezifisch an bestimmte Rezeptorproteine (Schlüssel-Schloß-Prinzip). Der Steroidrezeptor ändert daraufhin seine Struktur in einer Weise, daß er nun seinerseits an spezifische Kontrollelemente der DNA binden kann. Diese Kontrollelemente liegen meist in der Nähe des Promotors der hormoninduzierten Gene und werden als hormonresponsives Element (HRE) bezeichnet. Der Hormonrezeptorkomplex bindet an dieses Kontrollgen und vermag die Transkriptionsrate auf ein Vielfaches zu stimulieren.