Hier ist nur der Genotyp der Mutter von Bedeutung, wie das für die entwicklungsbiologisch interessante rezessive Drosophila-Mutante bicaudal (bic) gilt: Homozygot bic/bic-‚ produzieren defekte Eier, die sich zu doppelschwänzigen Embryonen entwickeln und absterben – unabhängig davon, ob sie von einem bic- oder einem Wildtypspermium befruchtet wurden. Heterozygote ‚ produzieren dagegen nur normale Eier. Nach der Befruchtung unterscheiden sich die Eier von homo- und heterozygoten ‚ nur in Bezug auf die Herkunft des Cytoplasmas, nicht aber in ihrem Genotyp. Der mütterliche Genotyp bestimmt somit den Phänotyp des Embryos, unabhängig von der genetischen Konstitution des Vaters und des Embryos. Die Mutation bic betrifft die Eipolarität. Homozygote ‚ produzieren defekte Eier, die in ihrer Vorderhälfte umgekehrte Polarität aufweisen, so daß ein spiegelbildlich symmetrischer EMbryo entsteht, dessen Kopf und Thorax in ein zweites Abdomen umgewandelt wird. Solche Maternaleffektmutanten zeigen, daß auch der Aufbau des für die Entwicklung des Embryos bedeutungsvolle Eicytoplasmas durch Gene gesteuert wird. Da das bic+-Gen während der Oogenese aktiv ist, kommt der Einfluß des paternalen Allels nach der Befruchtung zu spät. Andere Gene sind sowohl in der Oogenese als auch in der Zygote aktiv.