Entfernt man einer jungen Schmetterlingsraupe die Corpora allata, setzt die Metamorphose verfrüht ein. Es entstehen Zwergschmetterlinge. Werden dagegen einer Larve des letzten Stadiums Corpora allata implantiert, führt die nächste Häutung zu einem zusätzlichen Larvenstadium, das sich später in einen Riesenimago umwandelt.
Nach der Metamorphose stellen die Prothorakaldrüsen ihre sekretorische Funktion ein und werden zurückgebildet. Trotzdem ist die Imago zur Sekretion von Ecdyson fähig, was bei vielen Insekten zur Regulation der Fortpflanzung nötig ist. Ebenso beginnen die Corpora allata erneut Juvenilhormone zu sezernieren, die ebenfalls eine gonadotrope Wirkung haben, indem sie bei den Weibchen vieler Arten die Synthese des Dotterproteins (Vitellogenin) und/oder dessen Absorption durch die reifenden Oocyten bewirken (Juvenilhormon als gonadotropes Hormon).