Zusammenfassung Wehner-Gehring: "Zoologie", 22. Auflage (Thieme, Stuttgart)

Pheromone und Verhalten

Die klassische Vorstellung, daß jeweils eine Verhaltensweise von einer einzigen, artspezfisch konstanten Pheromonsubstanz ausgelöst wird, gilt heute mehr als Ausnahme denn als Regel. Einerseits bestehen nahezu alle Pheromone aus einem Bouquet verschiedener chemischer Verbindungen, die erst in bestimmten Konzentrationsverhältnissen ihre spezifische Signalwirkung entfalten (Pheromone als Mehrkomponentensignale). Andererseits können Pheromone auch innerhalb der Art kolonie-, kasten- oder individuenspezifisch variieren und damit der intraspezifischen Unterscheidung von Individuen dienen.